Notizen von der Bürgerversammlung mit Stadträtin Schuler und der BVG, aktuelle Bauvorhaben und der Biesenhorster Sand als Lost Place#

Im folgenden einige Eindrücke und Informationen aus der Bürgerversammlung des Bürgervereins Karlshorst am 8.6. im Kulturhaus. Diese geben in erster Linie Aussagen von Stadträtin Schuler, eines Mitarbeiters des Bezirksbauamtes (Herr Nöske), und einer Vertreterin der BVG wieder.

  • Das Bezirksamt lässt diesen Sommer einen Verkehrsplan für Karlshorst Ost erstellen. Es ist schon vor langer Zeit aufgefallen, dass es dort Engpässe gibt; nun ist Geld für die Erstellung bewilligt worden.
  • Im Rahmen der Gartenstadt II wird in der Nähe des Museums Karlshorst ein Nahversorger angesiedelt. Im Erdgeschoss soll ein Supermarkt und wohl auch eine Drogerie einziehen; darüber entstehen Wohnungen.
  • Im (leider nicht entstehenden) Bürgerwäldchen zwischen Köpenicker Allee, Waldowallee und Rheinsteinstrase werden entlang der Waldowallee drei Wohnhäuser gebaut, und das Bestandsgebäude saniert und um eine Etage erhöht. Ob entlang Köpenicker Allee weitere Wohnhäuser entstehen ist derzeit fraglich, aber noch nicht ausgeschlossen; ein öffentlich zugängliches Waldstück habe auch sein Gutes. Aber im Ganzen wäre es offenbar zu viel des Guten.
  • Auch wenn derzeit im Ilsekiez nicht gebaut wird, wird dort in irgendeiner Form sicherlich verdichtet werden, wahrscheinlich aber in kleinerem Umfang als dies bisher geplant wird. Es gibt aber rechtliche Hürden.
  • Entgegen früheren Auskünften hat der Bezirk bzgl. der Russenhäuser keine Handhabe; das habe der Senat deutlich gemacht. Vor ein paar Jahren hatte es auch mal geheissen, wenn dort Wohnraum zweckentfremdet werde, könne der Bezirk eingreifen, da die Häuser, obwohl in russischem Besitz, keine diplomatischen Flächen seien. Also wieder zurück auf Null. Im Prozess um den betrügerischen Verkauf der Häuser fliegen die gegenseitigen Anschuldigungen.
  • Das Bezirksamt sieht 2 mögliche Orte für die dringend benötigten Sportplätze: am Blockdammweg und innerhalb der Trabrennbahn. Das Gelände am Blockdammweg müsste erst von Vattenfall gekauft werden (ein Zuschuss aus dem Sondervermögen des Bundes hilft dabei), wobei aber unklar ist inwiefern der Boden belastet ist; das wäre zu klären. Selbst im günstigsten Fall wird es Jahre dauern, bevor dort etwas fertig ist. Bzgl. der Trabrennbahn zeichnet sich m.E. kein Szenario ab bei dem dort innerhalb der nächsten 5 Jahre etwas entstehen könnte; also auch weiterhin kein Sportplatz für Karlshorst.
  • Wenn die derzeitigen Bauarbeiten der BVG in der Ehrlichstrasse und am Blockdammweg abgeschlossen sind (sollen in diesem Jahr fertig werden), und bevor Tramverkehr am Ostkreuz bzw. durch Friedrichshain möglich ist (beides kann noch Jahre dauern), könnte ein Pendelverkehr von der Parkstadt zum S-Bahnhof Karlshorst erfolgen, als Verstärkung der Linie 21.
  • Über eine etwaige Bebauung der Trabrennbahn wurde lange gesprochen. Das vor ein paar Jahren vorgestellte Konzept ist vom Tisch, und die entsprechende Bürgerbeteiligung hinfällig. Ein neues Konzept ist derzeit in Arbeit, und soll der Öffentlichkeit später im Jahr vorgestellt werden. Derweil plant der Eigentümer des Teilgeländes entlang der Treskowallee (die Firmengruppe Krause, insb. Harry Krause) per Bauturbo dort Wohnraum entstehen zu lassen. Das würde sich vom Volkssolidaritätsgebäude bis zum Rundpferdeschuppen hinziehen.
  • Es wurde auch ausgiebig über das Vorhaben des Bürgervereins gesprochen, auf dem Odesaplatz eine Standuhr aufzustellen (siehe letzten Blogeintrag). Dies Vorhaben stiess in der Versammlung auf wenig Gegenliebe. Laut Bürgerverein gibt es 90% Zustimmung (offenbar im Vorstand des Vereins), laut einer Online Umfrage 90% Ablehnung; dass beide Umfragen nicht repräsentativ sind, wollte kaum jemand anerkennen.

  • Ein Bauantrag über 1 Mio. € ist im Bezirksamt Lichtenberg eingegangen
    • In der Sadowastraße 10A soll ein Mehrfamilienhauses errichtet werden.
  • Einige Baugenehmigungen nach §§ 63 und 64 BauO wurden erteilt
    • Osserweg 30 : Errichtung Neubau eines Wohnhauses WA6c
    • Rachelweg: Errichtung Neubau von Wohnhäusern WA7c
      • Diese beiden Strassen werden mal in der Gartenstadt II liegen.
    • Waldowallee 105,107,111,115,117: Errichtung von drei Neubauten und Nutzungsänderung, Sanierung mit Aufstockung eines Bestandsgebäudes
      • Dies ist das oben erwähnte Gelände an der Waldoallee (auf dem derzeit das Kawaldo-Mobil steht).